30 Jahre im Einsatz für Kinder, Sehbehinderte und die Gemeinde

Präsident Christian Wegner (r.) und Gründungsmitglied Fabian Rüsch (l.) empfingen die Glückwünsche zum 30-jährigen Clubjubiläum von Distriktgovernor Wolfram Zabel und Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. | privat
Distriktgovernor Wolfram Zabel mit Clubpräsident Christian Wegner. | privat

Lions helfen unbürokratisch und meist im Stillen. Das Motto „Tue Gutes und rede drüber“ gilt jedoch spätestens dann, wenn man auf 30 Jahre verlässliches Engagement verweisen kann. Der Lions Club Warnemünde hat in dieser Zeit so manche Spuren hinterlassen.

Auf die Anfänge können noch immer drei Gründungsmitglieder zurückblicken. Von Beginn an haben die Herren motiviert darauf hin gearbeitet, mit ihren Projekten und Activities den Schwächsten Sichtbarkeit und Stimme zu geben. Dabei stand meist die Kinder- und Jugendarbeit im Vordergrund, was sich nicht nur im Einsatz für ein gesundes Frühstück der Schulkinder deutlich machte.

Für die Sichtbarkeit von Lions sorgte der Club in der Vergangenheit auch mit Projekten im Kurpark Warnemünde, wo ein Trimmpfad umgesetzt wurde oder im Munch Haus, in dem sich die Lions für die Gestaltung des Innenhofs eingesetzt haben. Auch das Heimatmuseum konnte in den Jahren auf die Unterstützung des Clubs setzen.

Fabian Rüsch und Detlev Hammerschmidt blickten auf 30 Jahre Lions Club Warnemünde zurück. | privat

Die Warnemünder verbinden mit den Lions vor allem den Adventskalender. Inzwischen geht der Club jährlich mit 5000 Exemplaren zum Advent an den Start. Rund 20.000 Euro fließen damit dann zur Unterstützung der regionalen Projekte in den Förderverein. Mit diesen Erfolgen überzeugt der Club dann gerne auch weitere an einem Ehrenamt Interessierte für ein Engagement bei Lions.

„Spaß gemacht haben stets auch die gemeinsamen Einsätze mit den Clubmitgliedern beim Glühweinverkauf oder in der Bierbude zur Warnemünder Woche“, sagt Gründungsmitglied Fabian Rüsch. Bleibende Erinnerungen brachte auch die Multidistriktversammlung 2005, die hunderte Lions nach Rostock zog und an deren Organisation die Warnemünder Lions maßgeblich beteiligt waren.

Mit der Jubiläumfeier sollten jedoch nicht nur die vergangenen Erfolge gefeiert werden. Es wurde auch der Grundstein für weitere Projekte gelegt. Der Club förderte in der Vergangenheit bereits die Goalballer und machte damit das Engagement der Lions in der Arbeit mit Blinden und Sehbehinderten sichtbar. Als Jubiläumsprojekt soll nun ein Blindentastmodell der Hansestadt Rostock entstehen. Dafür wurden 50.000 Euro aufgebracht. „Das Blindentastmodell soll dann in Warnemünde aufgestellt werden. Zu dem Standort werden die Menschen mit Sehbehinderungen dann durch Führrillen in den Gehwegen geleitet“, blickt Fabian Rüsch voraus.

Wolfgang Soyk, Hans-Ulrich Frank und Fabian Rüsch gehörten zu den Gründungsmitglieder und wurden von Distriktgovernor Wolfram Zabel (l.) und Präsident Christian Wegner zur 30-jährigen Lions-Mitgliedschaft beglückwünscht. | privat
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Der Warnemünder Club stellt sich auch gerne dem Wandel der Zeit. Erst vor zwei Jahren wurde die erste Frau aufgenommen. Und die aktuell 20 Mitglieder setzen für die Zukunft auf hoffentlich weiteren Zuwachs durch engagierte Frauen und Männer. Neben den zahlreichen Einsätzen wird bei den Warnemünder Lions auch Wert auf die gemeinsamen Aktivitäten gelegt, zu denen dann auch die gepflegte Patenschaft mit dem Club Bremen-Unterweser gehört.

Mitglieder jenes Patenclubs gehörten dann auch zu den Gästen der Jubiläumsfeier. Hier hob auch die Oberbürgermeisterin der Hansestadt, Eva-Maria Kröger, das Wirken der Lions hervor. In der Anwesenheit weiterer Lions-Freunde aus benachbarten Clubs nutzte der Distriktgovernor Wolfram Zabel neben vielen lobenden Worten die Gelegenheit, dann auch die heute noch aktiven Gründungsmitglieder zum 30-jährigen Engagement zu gratulieren und zu ehren.